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Willkommen beim Spaß am Lesen Verlag! Neues vom Verlag, Mai 2019

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Neuerscheinungen

 

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James Bowen: Bob, der Streuner
Bestseller in Einfacher Sprache

Die wahre Geschichte über einen Straßenmusiker, der mithilfe eines Straßenkaters aus der Obdachlosigkeit entflieht, wurde als Buch ein Weltbestseller und als Kinofilm ein Kassenhit. Jetzt erscheint der berührende Roman in Einfacher Sprache.

Obdachlose finden wenig Beachtung und werden sogar bewusst gemieden. Diese Erfahrung macht auch James Bowen, der versucht, sich als Straßenmusiker in London durchzuschlagen. Als er jedoch einen schwer verletzten Kater gesund pflegt und das Tier nicht mehr von seiner Seite weicht, wendet sich für ihn das Blatt: Passanten bleiben bei dem Musiker mit der Katze stehen, spenden Geld, und über die sozialen Medien verbreitet sich schnell die Meldung in alle Welt. Eine Traumkarriere beginnt: Bowen wird von einem Verlag angesprochen und veröffentlicht seine Biografie. Er schafft es, seine Heroinabhängigkeit zu besiegen und eröffnet selbst ein Heim für Obdachlose.

In London wollte ich meinen großen Traum verwirklichen: Musiker werden.

Ich zog zunächst zu meiner älteren Schwester und ihrem Mann. Um ein bisschen Geld zu verdienen, suchte ich mir einen Job in einer Bar. Kurz vor Weihnachten wurde ich gefeuert. Doch der Barbesitzer erzählte dem Arbeitsamt, ich habe selbst gekündigt. Darum bekam ich noch nicht einmal Arbeitslosengeld.

Der Mann meiner Schwester war es schnell satt, einen Nichtsnutz zuhause herumhängen zu haben. Er setzte mich vor die Tür. Ich zog von einem Bekannten zum nächsten. Ich schlief auf Matratzen, Sofas und Fußböden.

Doch irgendwann war ich nirgendwo mehr willkommen. Jetzt blieben mir nur noch die Straßen von London.

DieGeschichte von James Bowen eröffnet einen anderen Blick auf ein gesellschaftliches Tabuthema, nämlich den Umgang mit Menschen, die auf der Straße leben. Sie zeigt, in welchen Verhältnissen sie leben und macht vor allem deutlich, dass jeder Obdachlosigkeit eine persönliche Vorgeschichte vorangeht.

Bob, der Streuner gibt es inzwischen in mehreren Versionen, als Buch, als Erfolgsfilm, als Kinderbuch. Was rechtfertigt eine weitere Ausgabe in Einfacher Sprache? „Wer lesen kann, bestimmt selbst über sein Leben“, sagt der Herausgeber Ralf Beekveldt. „Leider gibt es in Deutschland weit mehr schwache Leser als vermutet. 7,5 Millionen Menschen können keine zusammenhängenden Texte lesen und sind damit bei alltäglichsten Anliegen auf die Hilfe anderer angewiesen. Ein selbstbestimmtes Leben ist damit nicht möglich. Das wollen wir ändern.“

Titelinformationen
Titel: Bob, der Streuner
Sprachlevel: A2/B1
Autor: James Bowen
ISBN: 978-3-947185-62-7
Umfang: ca. 130 Seiten
Preis:  14,00 EUR
Textprobe: hier

 

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Das Versprechen
Schicksalsroman in Einfacher Sprache


Die niederländische Schriftstellerin Marian Hoefnagel ist in vielen Genres unterwegs: Historische Romane, Jugendromane, Dokumentationen, Literaturvereinfachung. Das Versprechen zeigt: Sie kann noch mehr. Wie alle vorangegangenen Veröffentlichungen ist der Schicksalsroman in Einfacher Sprache verfasst. Er richtet sich an Menschen, die leicht verdauliche Geschichten lieben.

Aus einer Notlage heraus legen die Schwestern Hanna und Rebecca als Kinder ein Gelübde ab, das ihr gesamtes Leben beeinflussen wird. Aber damit nicht genug: Der Schwur hat auch Wirkung über ihren Tod hinaus und beeinflusst das Schicksal der nächsten Generation ...

Es ist 1992. Die siebzehnjährige Terri wohnt in einem Dorf in Süd-Italien. Die Tante, bei der sie gelebt hat, ist gestorben. Da taucht plötzlich Terris älterer Bruder auf, den sie nie zuvor gesehen hat.

Terri versucht, das Zittern in ihrem Körper zu kontrollieren.
Heute Morgen hatte sie niemanden.
Sie war allein.
Und jetzt hat sie plötzlich einen Bruder.

Und was für einen Bruder!
Er sieht ganz anders aus als die Bauernjungen aus dem Dorf.
Sein Körper ist geschmeidig, seine Augen lachen.
Groß und schlank ist er, mit dunklen Locken.

Er ist der Mann, von dem sie schon ihr ganzes Leben lang geträumt hat.

Populäre Literatur, die einfach, allgemein verständlich und leicht zu erfassen ist, erfreut sich hoher Beliebtheit: Es geht bei diesen Büchern weniger darum, zum Denken anzuregen, als viel mehr darum, Wertvorstellungen in einer geordneten Welt zu bestätigen. Auch wenn Literaturkritiker diese Bücher zur Seite legen, beweisen die Verkaufszahlen der leichten Muse: Viele Leute lieben Populärliteratur.

Das Versprechen widmet sich wie für Schicksalsromane typisch den großen Themen Liebe, Tod und Familie, aber auch Vorsehung, Ehre und Glaube. Wie eine moderne Lesart von Dornröschen scheint die Geschichte zu beweisen: Seinem Schicksal kann man nicht entrinnen.

Über 100 Bücher hat der Spaß am Lesen Verlag bisher herausgegeben. Alle haben zum Ziel, ungeübte Leser dort abzuholen, wo sie stehen, und sie fürs Lesen zu begeistern. „Wer lesen kann, bestimmt selbst über sein Leben“, sagt der Geschäftsführer Ralf Beekveldt. „Leider gibt es in Deutschland weit mehr schwache Leser als vermutet. 6,2 Millionen Menschen können keine zusammenhängenden Texte lesen und sind bei alltäglichen Anliegen auf die Hilfe anderer angewiesen. Ein selbstbestimmtes Leben ist damit nicht möglich. Das wollen wir ändern.“

Titelinformationen
Titel: Das Versprechen
Sprachlevel: A2/B1
Autorin: Marian Hoefnagel
ISBN: 978-3-947185-89-4
Umfang: 104 Seiten
Preis: 12,00 EUR
Textprobe: hier

 

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Unterrichtsmaterial zu
 
Erzählungen von Heinrich Böll
Heinrich Böll ist einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller. 1972 hat er den Nobel-Preis für Literatur bekommen. Seine Erzählungen sind direkt aus dem Leben gegriffen. Einen Band mit acht Geschichten aus dem Werk von Heinrich Böll hat der Spaß am Lesen Verlag herausgegeben. Jetzt ist das Unterrichstmaterial zum der Augabe in Einfacher Sprache erhältlich.
Sie verwenden unsere Bücher mit einer Gruppe: In einer Schulklasse, in einem Alphabetisierungskurs, in einer Lesegruppe? Und Sie wecken diese neue Erfahrung in Ihren Schülern, Lernern, Lesern?
Unser Unterrichtsmaterial hilft Ihnen, Gesprächseinstiege zu finden: Das Gelesene zu verstehen, sich darüber auszutauschen und Fragen, die sich aus den Büchern ergeben, zu bearbeiten.


Titelinformationen
Titel: Unterrichtsmaterial zu: Erzählungen von Heinricht Böll
ISBN: 978-3-947185-25-2
Sprachniveau: A2/B1
Umfang: 20 Seiten
Preis:  18,00 EUR
Mit Kopierberechtigung

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Hier ein Beispiel für eine Textvereinfachung.

   
Blog:Papier ist geduldig

Papier ist geduldig
oder
Die Interpretierbarkeit von Zahlen

Vermutlich haben Sie es schon in den Nachrichten gesehen: In Berlin wurde vergangene Woche die LEO-Grundbildungsstudie 2018 präsentiert. Ein wichtiges Ereignis, denn es wurde zum zweiten Mal gemessen, wie es um die Literalität in Deutschland steht.

Die erste LEO-Grundbildungsstudie wurde 2011 veröffentlicht und ließ einen Ruck durch Deutschland gehen. Erstmals stand Schwarz auf Weiß, dass es auch in Deutschland eine große Bevölkerungsgruppe gibt, der das Lesen und Schreiben schwerfällt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man das ziemlich gut unter den Teppich gekehrt. Außerdem war das Thema tabubehaftet.

Nach der Veröffentlichung dieser ersten Studie von der Hamburger Forscherin Anke Grotlüschen war das nicht mehr möglich. Plötzlich war klar geworden, dass es in Deutschland 7,5 Millionen Menschen gab, die nicht ausreichend lesen und schreiben konnten. Diese Zahl sorgte nicht nur für Aufregung; auch die Behörden reagierten sofort.

Man beschloss voller Elan die Einführung der AlphaDekade, in deren Rahmen verschiedene Maßnahmen dafür sorgen sollten, dass der Alphabetisierungsgrad stieg und funktionaler Analphabetismus effektiv bekämpft wurde.

Die Präsentation in Berlin vergangene Woche wurde daher mit umso mehr Spannung erwartet. Erfreulich ist in jedem Fall, dass in der neuen Studie der Begriff „funktionale Analphabeten“ nicht mehr verwendet wird. Stattdessen spricht man nun von „gering literalisierten Erwachsenen“. ein sinnvoller Schritt, denn der Begriff „funktionale Analphabeten“ sorgte – vor allem beim breiten Publikum und in der Presse – fortlaufend für fragende Gesichter. Zählte Deutschland wirklich mehr als sieben Millionen Analphabeten? Menschen, die keinen einzigen Buchstaben lesen konnten? Das sorgte für großen Unglauben; zurecht, denn ein funktionaler Analphabet ist etwas ganz Anderes als ein Analphabet … Der heute verwendete Begriff „wenig literalisiert“ ist korrekt und zutreffender für die Situation vieler Menschen (die zwar lesen können, aber zu wenig, um an der heutigen Gesellschaft mit ihren hohen Anforderungen an die Sprachkompetenz teilhaben zu können). Auch wenn dieser Begriff wahrscheinlich zu neuen Fragezeichen führen wird, ist diese Definition nun weniger diskriminierend.

Doch wer den Bericht weiterliest, wird sich einige Fragen stellen. Die Zahl von 6,2 Millionen „gering literalisierten Erwachsenen“ wirkt schief. Denn es wurden gar nicht alle mitgezählt. In der zweiten Studie wurden, wie übrigens bereits in der ersten Studie 2010, nur Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren befragt – also keine Rentner und auch keine Jugendlichen. Das ist schade, denn wir wissen aus anderen Studien, dass vor allem ältere Menschen häufiger Lese- und Schreibschwierigkeiten haben. Warum wurden sie also nicht im Rahmen dieser Studie befragt?

Zudem wurden – auch hier gilt: erneut! – nur Menschen befragt, die die deutsche Sprache mündlich gut genug beherrschen, um der Befragung und dem Kompetenztest folgen zu können. Ausgeschlossen wurden somit z. B. Immigranten, die noch kein alltagstaugliches Deutsch sprechen und sich dennoch tagtäglich in der deutschen Gesellschaft zurechtfinden müssen. Ebenfalls nicht an der Studie teilnehmen konnten auch Menschen aus einer älteren Migrantengeneration, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichend waren, die jedoch bereits seit Jahren Teil unserer Gesellschaft sind.

Von den Medien besonders hervorgehoben wurde in der vergangenen Woche das so positive Ergebnis der zweiten LEO-Studie: Die Zahl der Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten, so war zu lesen, sei in den acht Jahren zwischen den Studien deutlich zurückgegangen. Waren es im Jahr 2011 noch 7,5 Millionen, gab es 2018 nur noch 6,2 Millionen, so die Studie. Das wäre ein Rückgang um mehr als eine Million und damit eine sehr positive Nachricht. Zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick jedoch ist diese Interpretation der Studie eher … nun, nennen wir es mal ein vereinfachter und vereinfachender Vergleich von zwei Ziffern. Denn realistisch erscheint eine so rasche Lösung eines so zähen Problems nicht. Jährlich gibt es 20.000 Plätze für Grundbildung an den Volkshochschulen. In ganz Deutschland.  In welchem Verhältnis steht denn die Zahl der Plätze zu der angeblich spektakulären Entwicklung zwischen den Studien?

Es ist schade, dass der Fokus der Medien gerade auf diesem schiefen Bild liegt. Es scheint, als wenn die Diskussion sich vor allem auf den Aufbau der Studie richtet und weniger auf die Problematik und deren Hintergründe. Zahlen, die schon in Stein gemeißelt sein müssten, um die dauerhafte Bedeutung dieser Problematik zu unterstreichen, werden bald womöglich angefochten werden. Es steht zu befürchten, dass dies Wasser auf den Mühlen derjenigen ist, die die ganze Problematik für erfunden halten und behaupten, dass die AlphaDekade rausgeworfenes Geld sei. Und von da aus ist es nur noch ein kleiner Schritt zurück, bis wir wieder da sind, von wo aus wir einst gestartet sind.

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