Moby Dick

Moby Dick

Moby Dick

Im Roman Moby Dick wird die Geschichte von Ismael erzählt. Dieser heuert auf dem Walfänger Pequod an und gewinnt in Quiqueg, der aus der Südsee stammt, einen neuen Freund. Auf dem Schiff herrscht Kapitän Ahab. Dieser ist von dem Gedanken der Rache an dem weißen Wal, Moby Dick, besessen. Dieser Wal hat ihm einst bei dem Versuch diesen zu töten, stark verletzt, so stark, dass er jetzt ein künstliches Bein aus Walknochen trägt. Bei dieser Jagd stirbt die gesamte Mannschaft der Pequod, außer Ismael, der jetzt diese Geschichte rückblickend erzählt. Während der Roman von Hermann Melville fast 800 Seiten stark ist und viele Darlegungen und Re-flexionen zu Themen wie Wale, Walfang oder Seefahrtenthält, ist diese Bearbeitung mit dem wesentlichen Handlungsstrang auf 60 Seiten reduziert. Im Vergleich zu der Ausgabe in der Reihe Unsere Klassikerfehlen Handlungsstränge (z.B. die Tage, in denen die Pequod ohne Wind in der Südsee dümpelt).Dieser Text hält sich an viele Vorgaben für Einfache Sprache. Besonders positiv hervorheben möchte ich, dass Zeilenende und Phrasenende immer zusammenfallen und so dadurch für schwache und sehr schwache Leser/innen keine Stolperfallen entstehen. Darüber hinaus ist die Erzählzeit das Präsens.Trotz der starken Kürzungen und der Konzentration auf den Kern der Handlung des Originals lässt sich der Text auch durch starke Leser/innen gut lesen. Er wirkt nicht stumpf und es gibt durchaus Textstellen, mit denen man sich gedanklich oder im Austausch mit der Lerngruppe auseinandersetzen kann. Diese Ausgabe ist deshalb für inklusive Klassen, in denen leseschwache Schüler/innen mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation unterrichtet werden,gut parallel zu anderen Ausgaben einzusetzen.

Dr. Renate Poppendieker Fachkommission der KMK zur Überprüfung von Lehr-und Lernmittel für den Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation