Zoff im Viertel

Zoff im Viertel

Zoff im Viertel

Nardo kam als Sechsjähriger mit seiner Mutter von den Kleinen Antillen nach Deutschland. Zunächst verlief das Leben angenehm, dann aber trennten sich die Mutter und ihr Lebensgefährte, der soziale Abstieg begann. Nardo wird in kriminelle Machenschaften hineingezogen, die Mutter verliert das Sorgerecht. Nun lebt Nardo in einer Heimwohngruppe. Das findet er angenehm. Belastend ist die Tatsache, dass Serkan und seine Bande in Nardo das ideale Opfer sehen, bis Nardo Beschützer bekommt.

Nardo hat es nicht leicht im Leben. Er ist ein lieber, netter Junge, der sich am liebsten unsichtbar macht. Er lernt zwei nette Mädchen kennen. Aber dieser Augenblick des Glücks ist kurz. Nach einem Mord auf einer Stadtteilparty muss Nardo eine ganz schwere Entscheidung treffen.

Das Ende der Geschichte ist offen.

Dieses Buch ist für leseschwache Jugendliche geschrieben. Schwierige Wörter und Ausdrücke werden in einer Wörter-Liste am Ende des Buches erklärt.

Die ganzseitigen Illustrationen sind nahezu fotografisch und zeigen die Protagonisten in ihrem Umfeld.

Fazit: Die Geschichte ist spannend und fordert zum Nachdenken und diskutieren heraus. Durch die Kürzungen und die einfache Sprache klingen einige Sätze etwas hölzern. Das ist denke ich zu tolerieren, denn leseschwache Schüler*innen finden in diesem Buch hier eine lesenswerte Lektüre.

Ulrike Fiene, Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW