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landscape_3973Bücher lesen hat den größten Effekt

Seit Wochen versetzt uns das schöne Wetter bereits in Ferienstimmung – jetzt ist es endlich soweit. Mit Beginn der Sommerferien packen viele ihre Koffer, um die kommenden Wochen anderswo zu verbringen: Mit noch mehr Sonne, mehr Ruhe und Zeit, auch zum Lesen. Bücher, die bereits zu verstauben drohten, werden in den Koffer gepackt. Viele stocken ihren Büchervorrat auf und kaufen die neuesten Angebote der Bestsellerlisten: Der Anbruch der Ferienzeit bedeutet Hochsaison in den Buchläden und für die Verlage.

Auch für Menschen mit Leseschwierigkeiten bietet die Sommerzeit eine ausgezeichnete Gelegenheit, ihre Lesefähigkeiten zu verbessern. Es liest sich nun einmal angenehmer mit den Füßen im Sand und einem erfrischenden Getränk in der Hand. Nur gibt es leider viel zu wenig Verlage, die schwachen Lesern ein variiertes Leseprogramm zur Verfügung stellen. Deshalb sehen wir es als unsere besondere Aufgabe an, Menschen mit Leseschwierigkeiten ausreichend Lesestoff für die Sommermonate zu bieten.

Doch warum ist Lesen in der Freizeit so wichtig? Die niederländische Universität in Leiden hat hierauf eine Antwort. Die Universität hat in einem großangelegten Programm den Effekt von Lesen in der Freizeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen untersucht.

Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung: Jugendliche und junge Erwachsene, die in ihrer Freizeit regelmäßig lesen, erzielen bessere Resultate bei allen Sprach- und Lesetests. Lesen in der Freizeit verbessert nachweislich Wortschatz, Lesefähigkeiten und Rechtschreibfähigkeiten – und zwar in einem stärken Maße als gezielte Lese- und Rechtschreibübungen in der Schule.

Und damit nicht genug: Bei schwachen Lesern ist der positive Effekt des Freizeitlesens selbst noch größer als bei jungen Leuten mit einem durchschnittlichen Leseniveau. Der Aufruf der Wissenschaftler überrascht daher nicht: Ermutigt junge Menschen mit Leseschwierigkeiten, in ihrer freien Zeit ein Buch zur Hand zu nehmen. Und bietet ihnen ausreichend interessanten Lesestoff, der ihrem Leseniveau entspricht.

In den vergangenen zwanzig Jahren hat das Angebot an Literatur für schwache Leser enorm zugenommen. Auch die Zusammenarbeit mit Bibliotheken konnte stark verbessert werden. Nun geht es darum, diesen Trend weiter fortzusetzen. Denn die Forschung gibt uns recht: Das Lesen von spannenden und ansprechenden Büchern bringt schwachen Lesern nachweislich mehr als verschulte Leseförderprogramme, die den deutsche Staat außerdem eine Menge Geld kosten.

Wir fühlen uns als Verlag mehr denn je bestärkt, in unserem Streben fortzufahren und auch in dieser Ferienperiode unermüdlich neue, interessante Bücher für unsere Leser anzubieten.

 

 

 

 

 

 

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Wie schreibt man so, dass man auch verstanden wird? Prof. Dr. Andreas Baumert gibt 152 Tipps für alle, die Texte schreiben und sich verständlich ausdrücken wollen.

Noch ein Stilratgeber für die deutsche Sprache - brauchen wir den? Wir brauchen. Nicht nur deswegen, weil "die heute wohl populärste Stilistik", so Baumert, Ludwig Reiners' Stilkunst aus 1943 (!) sein dürfte: Allein das Erscheinungsdatum deutet darauf hin, dass wir inzwischen völlig andere Sprachgewohnheiten und -intentionen haben. Vor allem aber haben wir heute grundlegend geänderte Rahmenbedingungen und Anforderungen an die Sprache.