Altes und Neues im Neuen Jahr

Lassen Sie mich Ihnen zuallererst meine besten Wünsche für das neue Jahr übermitteln. Das kann man gerade noch, meinen Sie nicht auch? Hoffentlich bringt Ihnen das Jahr 2020 viel Gutes. Und hoffentlich können wir einen Beitrag dazu leisten.

Für uns fängt das Jahr auf jeden Fall gut an: mit zwei neuen Titeln, die den Übergang zu etwas Neuem, ins neue Jahr, unterstreichen. Der eine Titel ist ein Klassiker der Weltliteratur. Der andere Titel stammt von einem neuen, frischen Autor. Veröffentlichungen also, die perfekt in unser Programm passen, in dem wir immer wieder Literatur von Heute und von Gestern in Einfache Sprache übertragen.

Der Klassiker, der am Monatsende erscheint, ist Tom Sawyer: das Meisterwerk von Mark Twain aus dem Jahr 1876, das als einer der großen Romane der amerikanischen Literatur betrachtet wird.

Tom_SawyerDer Titel war jedoch nur Twains erster Streich, denn 1984 folgten „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“, eine ebenso erfolgreiche Fortsetzung. Huckleberry Finn erscheint noch dieses Jahr bei uns. Wir werden es auf eine ganz besondere Weise präsentieren – lassen Sie sich überraschen!

Die Romane von Mark Twain sind zwei der ersten amerikanischen Romane, in denen die Dialoge der Hauptfiguren in Dialekt geschrieben sind. In einer Sprachevariante also, wie die Menschen sie damals auf der Straße verwendeten. Dadurch ist es noch immer ein Vergnügen, diese Bücher zu lesen. Außerdem waren es eines der ersten Bücher, in denen ein Autor Stellung bezog gegen die Sklaverei. Bei Erscheinen wurden die Bücher mit gemischten Gefühlen empfangen.

Da Sklaverei und die Vergangenheit noch immer wichtige Themen sind, war es für uns an der Zeit, diese beeindruckenden Bücher in Einfach Sprache zu übertragen. Tom Sawyer ist ab dem 27. Januar 2020 erhältlich.

So alt Tom Sawyer ist, so neu und frisch ist Horst Evers’ Buch „Für Eile fehlt mir die Zeit“. Sie kennen Horst Evers vermutlich von seinen geistreichen Auftritten, bei denen der trockene, philosophische Kabarettist und Autor immer wieder humorvolle, neue Gedanken präsentiert. In „Für Eile fehlt mir die Zeit“ blickt Evers auf eine ganz neue Art und Weise auf das alltägliche Leben. Wer Evers liest, weiß: Wenn man sich die Welt einmal in Ruhe ansieht, folgt die eine Überraschung auf die nächste. Er nimmt alltägliche Situationen unter die Lupe, die vielen Lesern bekannt vorkommen dürften. Mit seinen absurden Eingebungen versucht der frühere Taxifahrer und Postbote dem Alltag so einen spannenden Rahmen zu geben. Und das gelingt ihm doch meistens richtig gut.

Ein schöner „Bücheranfang“ dieses Jahr, finden Sie nicht? Ein Klassiker der Weltliteratur, der einen Beitrag zur Abschaffung der Sklaverei leistete, neben Kolumnen eines modernen Kabarettisten, die zeigen, dass es auf der Welt mehr zu erleben gibt als wir immer denken.