Erebos

Erebos
Kolumne Ralf Beekveldt

Erebos: Dieses Buch ist ein Volltreffer!


Jetzt ist es soweit: Wir geben Erebos in Einfacher Sprache heraus. Ein Meilenstein für uns. Der Titel ist der Bestseller der letzten Jahre gewesen. Bereits über eine Viertelmillion Exemplare wurden verkauft. Es ist das Buch, das viele Jugendliche in einem Zug ausgelesen haben. Denn es ist von der ersten bis zur letzten Seite Spannung pur. Für uns bedeutet das: wir können unseren Bemühungen, Jugendliche mit einfachen und guten Büchern zum Lesen zu bewegen, nun eine Krone aufsetzen.

Die Geschichte dürfte bekannt sein: Nick Dunmore spielt in dem Buch das Computerspiel Erebos- Doch das Spiel weiß mehr über Nick, als ihm lieb ist, und es lässt ihn Dinge tun, die – vorsichtig ausgedrückt – etwas befremdlich erscheinen. Plötzlich stehen echte Leben auf dem Spiel. Erebos ist ein riesiges Spiel, es macht extrem süchtig, doch es verbietet allen Spielern, im echten Leben über das Spiel zu sprechen.

Der Erfolg des Buchs liegt wohl in mehreren Faktoren: Es geht um Gaming, es ist spannend und es ist zugleich kritisch in Bezug auf Spielsucht und die damit verbundenen Gefahren. Kein Wunder also, dass die Autorin Ursula Poznanski so berühmt geworden ist und das Buch in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde. Ende letzten Jahres ist dann ein zweiter Teil erschienen, der verspricht, womöglich noch erfolgreicher zu werden als der erste Teil.

Dementsprechend sind wir sehr stolz, dass wir dieses Buch haben vereinfachen dürfen. Bücher wie Erebos sind unserer Meinung ideale Titel, um alle Jugendlichen fürs Lesen zu begeistern. Wir glauben fest daran, dass wir Leseproblemen damit entgegenwirken können. Dass wir denjenigen, die das Nase rümpfen beim Anblick eines Buchs, weil Lesen uncool ist, doch eine gute Alternative bieten können.

Und genau das ist wichtig. Im Dezember wurden die Ergebnisse der neuen PISA-Studie veröffentlicht. Ich muss Ihnen wohl kaum erklären, was die PISA-Studie ist, aber dennoch sei an dieser Stelle hinzugefügt, dass seit dem Jahr 2000 alle drei Jahre in vielen Ländern eine große, repräsentative Stichprobe mit 4.500 bis 10.000 15-jährigen SchülerInnen gemacht wird. Diese werden auf ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Sprache (Muttersprache), Mathe und Naturwissenschaften getestet. Und aus der letzten Studie nun ging hervor, dass die Leistungen deutscher SchülerInnen in diesen Bereichen erneut gesunken sind. Im weltweiten Vergleich belegen sie Platz 30 und somit weit hinter SchülerInnen aus Hongkong und Singapur. Im Bereich Lesekompetenz liegen sie weit unter dem Durchschnitt. Bereitet Ihnen das keine Sorgen? Also mir schon.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Übung macht den Meister. Begeistern Sie Jugendliche für das Lesen, wo es nur geht. Gehen Sie nicht automatisch davon aus, dass Jugendliche heutzutage einfach so zum Buch greifen. Denn dafür gibt es zu viele Alternativen und vor allem Konkurrenz durch andere Medien. Sorgen sie dafür, dass Lesen attraktiv wird. Kämpfen Sie nicht gegen die Bildschirmkultur an, sondern suchen Sie nach einer Verbindung zwischen Buch und Bildschirm. Genau wie bei Erebos.