Bücher - Türöffner zu einer neuen Sprache

Bücher - Türöffner zu einer neuen Sprache

Bücher: erlesene Türöffner zu einer neuen Sprache

Deutschland hat innerhalb eines recht kurzen Zeitraums viele neue Einwohner willkommen geheißen. Die neuen Einwohner könnten kaum unterschiedlicher sein; zwar sprach kaum ein Einwanderer bei Ankunft ein Wort Deutsch, doch gibt es große Unterschiede beim Bildungsgrad unserer neuen Mitbürger.

Inzwischen sind Sprachschulen in vielen deutschen Städten wie Pilze aus dem Boden geschossen; ihre Zahl hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Das ist eine tolle Entwicklung, denn Integration beginnt mit dem Lernen der Sprache, des gemeinsamen Nenners, der uns alle verbindet. Das Lernen einer Sprache ist jedoch – vor allem als Erwachsener – keine leichte Aufgabe. Es ist ein langer und zäher Prozess, bei dem das formale Lernen (in der Schule, mit pädagogischem Material) eigentlich genau so wichtig ist wie das informelle Lernen (fernsehen, der Umgang mit deutschen Mitbürgern).

Der größte Fallstrick ist jedoch die Vorstellung, dass das Lernen einer Sprache ein Prozess mit einem Anfang und einem Ende ist. Vor allem bei Sprachkursen wird dieser Aspekt oft ins Feld geführt: „Lernen Sie Spanisch in 10 Tagen!“ „Perfektes Englisch in nur einem Monat!“ Eine Sprache ist eine Ausdrucksform einer Gesellschaft und ihrer Kultur. Sprache ist ständig in Bewegung, wie eine stürmische See. Wörter, Begriffe und Grammatik verändern fortlaufend ihre Form und ihre Bedeutung. Wer eine Sprache wirklich lernen will, kann das nur, wenn er vollständig in die Gesellschaft eintaucht und das Erlernen der Sprache als andauernden Prozess betrachtet.

Eine große Rolle spielt dabei die Schriftsprache. In allen Medien, Internet, Zeitungen und Zeitschriften, aber auch in Büchern, begegnet man ihr. Vor allem Bücher bieten den unschlagbaren Vorteil des Spaßfaktors, der auch mal über ein paar hartnäckige Hürden beim Lernen einer neuen Sprache hinweghelfen kann. Wer sich in ein Buch vertieft, vergisst dabei oft, dass er sich in einer unbekannten Sprachwelt bewegt.

Der Spaß am Lesen Verlag bietet eine zunehmende Zahl an Büchern, die sich speziell an Fremdsprachenlerner richten. Für den Einsatz in Sprachkursen eignen sich besonders Die Geschichte von Zen und Die Geschichte von Haias aus der Feder von Alexis Feldmeier García, der sich auf die Erstellung von Kursmaterial für DaF- und DaZ-Kurse spezialisiert hat. Daneben gibt es unsere Reihe Milchstraße, in der nach dem Titel In der Apotheke im nächsten Jahr Sport und Bewegung folgt. Lesevergnügen bringen dann unsere ersten leichten Lektüren aus der Reihe WortPlus. Nach Neue Arbeit werden in den nächsten Monaten drei weitere Titel in dieser Reihe folgen. Auf Niveau A1 werden kurze Geschichten von Einwanderern erzählt, die ihren Weg in der neuen Sprache und Gesellschaft finden. Ergänzt werden die Geschichten durch kleine Zeichnungen und Worterklärungen am Rand. Für etwas fortgeschrittene Leser empfehlen sich dann unsere Lese-Perlen, wie der Titel Die Fremden am Deich, in dem eine ältere Frau ihre Angst vor den neuen Nachbarn im Dorf bewältigt.

Mit all unseren Büchern wollen wir dafür sorgen, dass unsere neuen Mitbürger sich in der neuen Sprache wohler fühlen, dass sie Lesekilometer machen, dass sie unsere Kultur und Gesellschaft besser kennenlernen. Und vor allem auch, dass sie ihre Scheu verlieren, unsere schöne und reiche Sprache zu verinnerlichen.

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