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Kundenbewertungen zu Die Wand

Die Wand
Artikel-Nr.: 978-3-947185-55-9
13,50
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versand

Eine Frau wacht allein in einer Jagdhütte in den Bergen auf. Ihre Kusine und deren Mann sind weg. Mit ihrem Hund will die Frau ins Tal gehen und die beiden suchen. Doch sie stößt auf ein unüberwindbares Hindernis: eine unsichtbare Wand

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Anzahl der Bewertungen: 4
Durchschnittliche Bewertung: 4,5
Nicht allzu leichter Kost
von ekz Bibliotheksservice am 11.07.2019
"Der 1968 erstmals erschienene tagebuchartige Bericht einer Frau, die mit Hund, Katze und Kuh nach einer nicht näher bezeichneten Katastrophe alleine zurückbleibt (in den Bergen hinter einer gläsernen Wand) und sich mit existenziellen Fragen konfrontiert sieht" (R. Mitternacht zur Taschenbuchausgabe anlässlich der Verfilmung, ID-A 42/12), wurde von Eva Dix überarbeitet und in einfache Sprache übertragen. Dennoch bleiben 130 Textseiten mit nicht allzu leichter Kost, das Leseniveau gibt der Verlag daher mit A2/B1 an.
Meisterhaft geschilderte Welt
von Redaktion m Martinsclub Bremen am 11.07.2019
Buch-Rezension von durchblicker
Frank-Daniel Nickolaus
Ein Buch – ein Bericht. Die Schriftstellerin Marlen
Haushofer lässt „die Frau“ – sie hat keinen Namen
– einen Bericht schreiben. Sie schreibt ihn
für sich selbst, da sie davon ausgeht, dass ihn
niemals jemand anderes lesen wird.
Das Ganze beginnt damit, dass die Heldin von
ihrer Cousine Luise und deren Mann Hugo in einer
Jagdhütte zurückgelassen wird. Sie kehren
von einem Ausflug ins Dorf nicht wieder zurück.
Am nächsten Morgen geht sie mit Hugos Hund
Luchs auf die Suche nach ihnen und stößt dabei
auf eine unsichtbare Wand. Ein Hindernis, welches
sie vollkommen umgibt. Sie erkennt, dass
alles Lebende auf der anderen Seite tödlich erstarrt
ist. Verzweiflung und Sorge stellen sich
bei ihr ein. Schritt für Schritt versucht sie, in ihrer
abgeschotteten Situation zu überleben. Sie
beginnt, mit Zweigen die Grenzen der Wand abzustecken.
Sie findet eine Kuh und eine Katze
läuft ihr zu. Sie verrichtet Ackerbau, geht zum
Fischen, auf die Jagd und erkundet die Umgebung.
Später erlebt sie die Geburt einer jungen
Katze und eines kleinen Stiers.
Wie ein Einschnitt für mich ist die kurze Passage
„die Glocken läuten“. Hier schildert sie ein
schreckliches Unwetter, bei dem mitten im
Sturm die Glocken läuten und alles gespenstisch
wirkt. Danach erfolgt die Ruhe nach dem
Sturm mit klarer frischer Luft. Sie kann wieder
atmen. Sie lebt mehr und mehr mit ihrer Situation
und beginnt, zu philosophieren.
Nie wird die Frage gestellt, woher die Wand eigentlich
kommt und wie es mit der Heldin in der
Zukunft weitergehen soll. Das Ganze wird in einem
monotonen Rhythmus erzählt und der mittlere Teil
des Buchs erscheint etwas nüchtern, weil sehr
viel Alltag beschrieben wird.
Gefallen hat mir der Teil, in dem sie anfängt, zu
philosophieren. Sie sieht für Augenblicke noch
einmal den großen Glanz des Lebens. Nachdenklich
schreibt sie: „Vielleicht leben die Tiere
immer so – in einer schönen und schrecklichen
Welt. Sie können nicht fliehen. Sogar ihr Tod ist
ein wirklicher Tod. Ohne Hoffnung oder Trost.
Wir Menschen dagegen sind immer auf der
Flucht. Wir leben Tagträume und schützen uns
vor der Wirklichkeit. Wir sind nie wirklich da, solange
wir leben.“
Dann passiert etwas unvorhersehbar Schreckliches.
Ein Eindringling nimmt ihr das Wichtigste …
Es ist eine ruhige Geschichte, eher schwermütig
und traurig, in einfacher Erzählweise. Der Roman
bietet eine Fülle an Interpretationsmöglichkeiten.
Er verlockt dazu, einzelne Szenen und
Figuren zu deuten und zu enträtseln. Aber was
er für mich als Leser vor allem bietet, ist die
Möglichkeit, sich mit sich selbst auseinander zu
setzen. Oder aber auch einfach nur einzutauchen
in eine meisterhaft geschilderte Welt. Ich würde
Marlen Haushofers Buch weiterempfehlen.
Gute Unterhaltung
von Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM) [Fee 18 Niedersachsen] am 01.07.2019
Eine Frau möchte einige Tage Urlaub in einem Jagdhaus in den Bergen machen. Am nächsten Morgen ist sie durch eine unsichtbare Wand von der Außenwelt abgeschnitten. In der Außenwelt scheint niemand mehr zu leben. Wie kann die Frau in der totalen Isolation überleben?

Zusammen mit ihrer Kusine und deren Mann freuen sich alle auf entspannte Tage in der einsam gelegenen Berghütte, die dem Mann gleichzeitig als Vorratsspeicher für Notzeiten dient. Die Frau hat also recht gute Ausgangsbedingungen, als sie plötzlich durch die Wand eingesperrt auf einem großen Areal ganz auf sich gestellt ist. Der Jagdhund ist lange ihr treuer Begleiter und Kommunikationspartner.

Diese Robinsonade erzählt von den physischen und psychischen Schwierigkeiten, allein zu überleben. Sie zeigt, wie Menschen in Extremsituationen reagieren können, welche Fähigkeiten für ein Überleben nützlich sind.
Auch ethische und philosophische Fragestellungen werden angerissen.

Diese Geschichte eignet sich als Klassenlektüre für eine Klasse mit Schüler*innen, die Leseschwierigkeiten haben. Sie bietet eine Fülle von Gesprächsmöglichkeiten während und nach der Lektüre.
Das Buch im Original wurde verfilmt. Die Autorin des Originals selbst hat nun diese Geschichte in einfacher Sprache erzählt.

Die Ich-Erzählerin beginnt ihre Erlebnisse nach gut zwei Jahren in der Einsamkeit zu notieren. Durch einige Andeutungen, zum Beispiel über das Schicksal des Hundes, entsteht Spannung.

Fazit: Dieses Buch verliert durch die Erzählung in einfacher Sprache nichts an der Dramatik. Gute Unterhaltung, wenn man sich auf die Rahmenbedingungen einlässt, in der dieser fantastische Roman angesiedelt ist.
eine anspruchsvolle Geschichte in einfacher Sprache
von kleiner Komet am 24.01.2019
Sprachlich ist die Geschichte leicht lesbar, doch die Frage dahinter ist komplex und philosophisch. Es geht nicht darum herauszufinden, was diese Wand ist, sondern dem Gedankenexperiment zu folgen, was wäre, wenn ein Mensch völlig alleine lebt.

Weitere Gedanken zum Buch im Blog: https://www.kleiner-komet.de/die-wand/