26.01.26
Lesen heißt Teilhabe - Ein Beitrag des MDR zu Einfacher Sprache
Literatur soll für alle Menschen zugänglich sein, unabhängig von Lesefähigkeiten, Behinderungen oder Deutschkenntnissen. Genau dieses Verständnis prägt seit Jahren die Arbeit des Spaß am Lesen Verlags: Mit unserem Programm in Einfacher Sprache ermöglichen wir vielen Menschen den Zugang zu literarischen Welten, die sonst häufig verschlossen bleiben.
Aktuell wird in der Literaturszene intensiv darüber diskutiert, welche Rolle Bücher in Einfacher Sprache spielen können - besonders im schulischen Kontext. Während Kritiker:innen befürchten, dass vereinfachte Texte die intellektuelle Auseinandersetzung mit Literatur einschränken könnten, sehen Befürworter:innen vor allem die Chance mehr Teilhabe, Inklusion und letztlich Lesefreude zu ermöglichen.
Auch aus fachlicher Perspektive wird Einfache Sprache als zentraler Baustein kultureller Teilhabe betont. Über sechs Millionen Menschen in Deutschland haben Lese- und Schreibschwierigkeiten und profitieren daher gerade von Lesemöglichkeiten in Einfacher Sprache (LEO 2018). In unserem Programm geht es dabei nicht nur um die Vereinfachung bekannter Werke, sondern auch um neue, bewegende Geschichten, die von Beginn an in Einfacher Sprache verfasst werden. Unsere Bücher stehen für verständliche Sprache ohne Ausgrenzung und die Überzeugung, dass Lesen verbinden und stärken kann. Damit unterstützen wir das in der UN-Behindertenrechtskonvention verankerte Recht auf kulturelle Teilhabe ganz konkret durch Literatur.
Über die aktuelle Debatte und die wachsende Bedeutung von Literatur in Einfacher und Leichter Sprache berichtet auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) in einem Artikel vom 22. Januar 2026.
Hier geht's zum Artikel des MDR: Bücher in Einfacher Sprache: Was hinter dem Trend steckt | MDR.DE